Häufig gestellte Fragen zur Strahlenschutzverordnung (NiSV) und zum Fachkundenachweis EMF

Das Service-Center der BSA-Akademie beantwortet in einem persönlichen Telefonat gern Ihre Fragen. Einige Fragestellungen, die häufig an uns gerichtet werden, finden Sie exemplarisch auf dieser Seite.

Die Strahlenschutzverordnung ist eine Verordnung „zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) und sieht vor, dass nichtionisierende Strahlung zu kosmetischen oder sonstigen nichtmedizinischen Zwecken am Menschen, im Rahmen gewerblicher oder sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen, nur solche Personen einsetzen dürfen, die nachweislich über die erforderliche Fachkunde verfügen.“

Laut Strahlenschutzverordnung heißt es hierzu: „Die Fachkunde soll dazu befähigen, nichtionisierende Strahlung sicher am Menschen anwenden zu können. Darunter wird insbesondere die fachgerechte Bedienung der verwendeten Anlagen sowie die Vermeidung der mit der Anwendung verbundenen Risiken verstanden.“

Die Kompetenzen der „Fachkunde EMF“ können durch die Teilnahme an einer geeigneten Schulung erworben und durch den erfolgreichen Abschluss einer Prüfung belegt werden. Um diese Fachkunde auf dem aktuellen Stand zu halten, ist mindestens alle fünf Jahre die Teilnahme an einer Fortbildung erforderlich. Um EMS-Trainerin oder -Trainer zu werden, steht bspw. bei der BSA-Akademie ein Fernlehrgang mit zwei Tagen Präsenzphase zur Verfügung, in dem die gesetzlich geforderten Fachkundekompetenzen bereits enthalten sind. Die Zertifizierungsprüfung zum Nachweis der erforderlichen „Fachkunde EMF“ erfolgt im Anschluss an den BSA-Lehrgang durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert.

Es wird eine Vorbildung wie die BSA-Qualifikation „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ oder eine vergleichbare Vorbildung im Bereich der Trainingslehre mit mind. 120 Lerneinheiten à 45 Minuten benötigt. Als Nachweis des erfolgreich absolvierten E-Learning ist das Absolvieren eines Online-Tests vor der Präsenzphase verpflichtend.

Hierzu heißt es in der Strahlenschutzverordnung: „Nachweise aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum über die Erfüllung der Anforderungen stehen inländischen Nachweisen gleich, wenn aus ihnen hervorgeht, dass die betreffenden Anforderungen der die auf Grund ihrer Zielsetzung im Wesentlichen vergleichbaren Anforderungen des Ausstellungsstaates erfüllt sind. Unterlagen sind auf Verlangen im Original oder in Kopie vorzulegen. Eine Beglaubigung der Kopie sowie eine beglaubigte deutsche Übersetzung können verlangt werden.“

Die Kosten für die erforderliche Schulung und den Erwerb des Fachkundenachweises können je nach Schulungsinstitut variieren. Aktuelle Preise zum „Lehrgang EMS-Trainer/in“ der BSA-Akademie finden Sie unter www.bsa-akademie.de/ems. Die Gebühren für die Zertifizierungsprüfung zur „Fachkunde EMF“ durch die BSA-Zert belaufen sich auf 99,00 EUR zzgl. USt. (brutto: 117,81 EUR)

Dass eine bisher absolvierte Ausbildung die neuen Anforderungen der NiSV zum Erwerb der Fachkunde EMF erfüllt, ist unwahrscheinlich. Daher haben sicherlich alle EMS-Betreiber Handlungsbedarf.

Ja, die Ausbildung wird ab sofort zum Beispiel von der BSA-Akademie angeboten. Weitere Infos hierzu finden Sie unter www.bsa-akademie.de/ems. Die Zertifizierungsprüfung zur „Fachkunde EMF“ bietet die BSA-Zert in 2021 an.

In den „Anforderungen an den Erwerb der Fachkunde für Anwendungen nichtionisierender Strahlungsquellen am Menschen“ heißt es hierzu: „Die erforderliche Fachkunde kann darüber hinaus durch eine fachärztliche Weiterbildung mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin oder durch eine Ausbildung nach dem Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie erworben werden.“

Nein. Alle 5 Jahre muss zum Erhalt der Fachkunde eine Aktualisierung/Fortbildung absolviert werden.

Ja, das ist korrekt.

Die Forderungen der NiSV sind verpflichtend und müssen von jedem EMS-Studio erfüllt werden.

Anforderungen an den Betreiber – Inkrafttreten 31.12.2020
Anforderungen an den Trainer – Inkrafttreten 31.12.2021

Der Vollzug der NiSV obliegt den Bundesländern. Eine Übersicht der zuständigen Behörden finden Sie unter: www.bmu.de